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Elektro-Lastenräder als innovative Transportfahrzeuge für den städtischen Wirtschaftsverkehr. messenger koordiniert zusammen mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR) das Projekt:

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„Ich ersetze ein Auto“ heißt das Pilotprojekt des Instituts für Verkehrsforschung im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Im Rahmen der nationalen Klimaschutzinitiative wird darin untersucht, wie sich Elektro-Lastenräder in den städtischen Kurierdienstalltag integrieren lassen.

40 Elektro-Lastenräder in acht Städten unterwegs

In den nächsten zwei Jahren werden 40 elektrisch betriebene Lastenräder durch die Straßen von Berlin, Hamburg, München, Düsseldorf, Leipzig, Bremen, Nürnberg und Mainz rollen und hierbei herkömmliche, mit Verbrennungsmotor betriebene Transportfahrzeuge im städtischen Wirtschaftsverkehr ersetzen. „Ich ersetze ein Auto“ knüpft dort an, wo Auslieferungen mit dem normalen Fahrrad aufgrund der Größe oder des Gewichts der Sendung nicht mehr möglich sind und dennoch der Einsatz von Autos vermieden werden soll. Damit wird CO2-Emissionen und dem umweltbelastenden Verkehrsaufkommen in Großstädten entgegengewirkt. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU), von dem das Projekt gefördert wird, sieht darin einen interessanten Beitrag zur Klimaschutzinitiative der Bundesregierung.

Das im Projekt eingesetzte Elektro-Lastenrad heißt „iBullitt Pedelec Solar“ und wird von der Firma Urban e bereitgestellt. Es erlaubt eine Zuladung von 100 Kilogramm bei einer elektrischen Reichweite von bis zu 90 Kilometern. Das Fassungsvermögen entspricht ungefähr zwei Umzugskartons, ausreichend für eilige Dokumente, medizinische Proben, Ersatzteile und ähnliches. Schon jetzt kommen hin und wieder Lastenräder bei Kurierfahrten zum Einsatz. Der Vorteil von elektrisch betriebenen gegenüber nichtmotorisierten Lastenrädern liegt klar auf der Hand:  eine schnellere Liefergeschwindigkeit und gleichzeitig eine höhere ermüdungsfreie Tagesfahrleistung des Kuriers.

85 Prozent der Autokurierfahrten könnten ersetzt werden

„Wir gehen davon aus, dass in urbanen Teilräumen bis zu 85 Prozent der Autokurierfahrten ersetzt werden könnten“, schätzt Johannes Gruber, Projektleiter imDLR- Institut für Verkehrsforschung, das Einsatzpotenzial ein. Das vom BMU geförderte Projekt kann somit das Bewusstsein für eine klimafreundliche Form der Citylogistik schaffen und zu einer Alternative im Güter- und Wirtschaftsverkehr werden,  denn es zeigt „einen innovativen Weg, umwelt- und gesundheitsschädliche Emissionen im städtischen Verkehr zu reduzieren“, erläutert DLR-Verkehrswissenschaftler Gruber.

Interesse weckt das Projekt sowohl bei Auto- als auch bei Fahrradkurieren: Die Leistungsfähigkeit der elektrischen Lastenräder und eine potenzielle Einsparung von bis zu 98 Prozent der Verbrauchskosten machen es für Autokuriere zu einer lohnenden Alternative, auf ein Elektro-Lastenrad umzusteigen. Für die bisherigen Fahrradkuriere ermöglicht der Elektromotor einen direkten Wettbewerb im Markt um Autokurieraufträge. Das bedeutet: Schwerere Güter können über weitere Entfernungen transportiert werden, was höhere Umsätze für die Lastenradkuriere generiert.

Wie kann der Nutzen von Elektro-Lastenrädern bewertet werden?

Um besser beschreiben zu können, wie Lastenräder einen möglichst großen Beitrag zur Reduzierung des motorisierten Verkehrs in der Stadt leisten können und damit zu Umwelt- und Klimazielen beitragen, untersuchen die Verkehrsforscher eine ganze Reihe unterschiedlicher Fragestellungen: Welche Treiber und Hemmnisse beeinflussen den Umstieg auf das Lastenrad? Wie akzeptieren die Kunden die Bedienung per Lastenrad? Welche Infrastrukturen sind zur Umorganisation der innerstädtischen Belieferung notwendig? Wie lässt sich das Lastenrad in bestehende Fahrzeugflotten integrieren?

Um schließlich den Nutzen der Elektro-Lastenräder zu bewerten, liegt noch viel Arbeit vor dem Team um Johannes Gruber: Auftragsdatensätze der Logistikunternehmen und Routenverläufe der Kuriere müssen analysiert werden. Darüber hinaus ergänzen empirische Erhebungen in Form von Befragungen der Kurierinnen und Kuriere, Technikerinnen und Techniker, Einsatzleitenden und Firmenkunden die begleitenden Untersuchungen und geben Aufschluss darüber, welche Akzeptanz dieses innovative Transportmittel erfährt und welche Wirkungen daraus erwartet werden dürfen. Erste Ergebnisse dazu wird es Anfang 2013 geben.

Das IEEA- Projekt:

Im Projekt „Ich ersetze ein Auto“ werden Elektro-Lastenräder als innovative Transportfahrzeuge für den städtischen Wirtschaftsverkehr vorgestellt und ihr Potenzial für den Klimaschutz bewertet. Die Zielgruppe dieses Vorhaben sind Kurierunternehmen und ihre Kunden, die den Einsatz von Kraftfahrzeugen und damit den Ausstoß von Treibhausgasen verringern möchten.

In Großstädten weltweit steigt der Bedarf an Kurier- und Expressleistungen seit Jahren kontinuierlich an. Der Blick in die Zukunft fordert umweltfreundliche, an den Klimawandel angepasste Transportmittel. Diese sollten gleichzeitig effizient, sauber und leise sein, um den Übergang in das postfossile Zeitalter einzuläuten.
Elektro-Lastenräder haben das Potenzial, diese Kriterien in Branchen wie dem städtischen Kurierdienst zu erfüllen. Sie ermöglichen eine höhere Zuladung und Liefergeschwindigkeit als nichtmotorisierte Lastenräder. Als Wettbewerber im Markt um Autokurieraufträge helfen sie, Emissionen im Verkehr zu reduzieren.

Vorgehen
Der praktische Einsatz der Elektro-Lastenräder beginnt im Sommer 2012 für 24 Monate. Über 100 Kuriere in Berlin, Hamburg, München, Düsseldorf, Bremen, Leipzig und Nürnberg nutzen im Rahmen ihrer täglichen Kurierarbeit ein Elektro-Lastenrad. Um das Potenzial der Fahrzeuge zu bewerten, werden Auftragsdatensätze der Kurierunternehmen untersucht und Routenverläufe einzelner Sendungen analysiert. Zudem wird über Befragungen von Kurieren, Technikern, Einsatzleitern und Kunden die Akzeptanz von Elektro-Lastenrädern bewertet.

Zielgruppe
Das Projekt richtet sich gleichermaßen an Auto- und Fahrradkuriere. Die elektrische Unterstützung der Projektfahrzeuge und eine potenzielle Einsparung
von bis zu 98% der Verbrauchskosten erleichtert Autokurieren die Entscheidung, auf ein Elektro-Fahrzeug umzusatteln. Fahrradkuriere können durch die Unterstützung des regenerativ betriebenen Elektromotors schwerere Lasten über weitere Entfernungen als bislang transportieren. Somit treten sie in Wettbewerb mit herkömmlichen Kraftfahrzeugen um lukrativere Sendungen.