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Sauberer und effizienter Lieferverkehr in der Innenstadt mit der ‚BentoBox’.

Berlin erprobt neue Ansätze:

Sauberer und effizienter Lieferverkehr in der Innenstadt mit der ‚BentoBox’.

In Anwesenheit des Staatssekretärs für Verkehr und Umwelt, Christian Gaebler, und des Geschäftsführers des Kurierdienstes Messenger Transport + Logistik GmbH,  Achim Beier, wurde am Mittwoch, den 25.01.2012 die ‚BentoBox’ der Öffentlichkeit vorgestellt.

Im Rahmen eines zweimonatigen Praxistests in Berlin kommt seit Anfang Dezember 2011 dieser Prototyp einer flexiblen und anbieteroffenen Sammelstation für Pakete, Päckchen und kleinere Sendungen europaweit erstmals zum Einsatz.

Die BentoBox ist dabei Teil eines Bündels von Maßnahmen für städtische Logistik, welche im EU Projekt CityLog entwickelt wurden.

Staatssekretär Christian Gaebler: „Anders als die am Markt bereits bestehenden Lösungen soll die BentoBox im Endzustand allen interessierten KEP-Diensten (Kurier-,Express- und Paketdienste) offenstehen. Dabei sollen die Boxen sowohl als Schnittstelle zu privaten und geschäftlichen Endkunden fungieren, gleichzeitig aber auch ihre Einbindung als Konsolidierungspunkt in die internen Logistikprozesse ermöglichen.

Aus gesamtstädtischer Perspektive eröffnet dieser Ansatz damit ganz neue Möglichkeiten, vor allem im verkehrlich intensiven Bereich des KEP-Gewerbes.“

Die in Berlin erdachte Lösung, welche dann in Italien projektiert und als Prototyp gefertigt wurde, ist eine Andockstation für sechs Trolleys (Kleincontainer), die vier verschiedene Variationen der Anordnung und Größen von Fächern aufweist.

Damit können alle Sendungen vom Brief bis hin zu Umzugskartons die BentoBox als Sammel und Verteilpunkt nutzen. Bereits heute können unterschiedliche Nutzer auf definierte Segmente der Box zugreifen, vom einzelnen Schließfach für Endkunden bis hin zu gesamten Trolleys für die KEP-Dienstleister.
Dabei wird die BentoBox heute über einen Touchscreen bedient. Über eine GPRS-Verbindung kann die Box direkt in die unternehmensinterne Disposition eingebunden werden.
Zukünftig sollen so auch Kunden über den Sendungsstatus informiert werden können.

Für den Praxistest kooperiert die Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt mit der Messenger Transport + Logistik GmbH, die mit ihren Kurieren die BentoBox für neun Wochen in ihre regulären Logistikdienstleistungen integriert.

Messenger Geschäftsführer Achim Beier: „Seit Anfang Dezember nutzen wir die BentoBox aktiv. Vom Standort des Prototypen nahe dem Innsbrucker Platz beliefern wir heute weite Teile der Bezirke Steglitz-Zehlendorf, Tempelhof-Schöneberg bis hin nach Charlottenburg-Wilmersdorf über die BentoBox.
Während unsere Kuriere früher mit dem Auto direkt bis zu Kunden fuhren, nutzen wir heute die BentoBox als Sammel- und Verteilpunkt für unsere Verkehre.
Das heißt, dass unsere Autokuriere heute ihre gebietsbezogenen Sendungen nur noch in die BentoBox liefern und diese dann von hier per Lastenfahrrad verteilt werden und umgekehrt. Wir konnten so 85 % unserer Autofahrten im Anwendungsgebiet reduzieren und durch die Lastradnutzung auf Nahe-Null-Emissionen reduzieren!“

Staatssekretär Christian Gaebler: „Das Projekt zeigt, dass Politik, Verwaltung und Unternehmen gemeinsam Lösungen entwickeln können, die eine stadtverträglichere Abwicklung des Wirtschaftsverkehrs in Berlin ermöglichen. Gerade durch die Kombination der BentoBox mit dem Einsatz innovativer, teilweise elektrischer Lasträder wurde eine schnelle, kostengünstige, schadstofffreie sowie fast geräuschlose Durchführung der Liefervorgänge möglich. Dieser Ansatz bietet insbesondere für Quartiere mit hoher Dichte ein enormes Potential.“

Ende Januar reist die BentoBox für den nächsten Feldtest weiter nach Lyon (Frankreich), anschließend nach Turin (Italien).